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La vida en ArgentinaKrungl - Buenos Aires April 11 Salta, Jujuy und Tucúman – Die Rückkehr des Touris!Nach gut zwei Wochen in denen ich einen Vorgeschmack auf die drohende Arbeitslosigkeit erleben musste, war es wieder mal an der Zeit neues Terrain zu erkunden. Selbst in einer Stadt wie Buenos Aires, sieht der Alltag eines Arbeitslosen nicht gerade allzu spannend aus. Zudem beflügeln die ankommenden Absagen nicht gerade zu überdurchschnittlichen Motivationsschüben, aber so geht’s ja derzeit leider sehr vielen….
Also was macht man, man reist! Nach intensiver Planung mit meinem Reisekollegen Fabian und einem sehr sympathischen deutschen Kollegen aus meiner Wohnung haben wir uns für den Norden Argentiniens entschieden. Nach einigen Stunden Reiseführer durchlesen und der groben Tourenplanung ging’s dann schließlich am 01. April von Bs. As. aus Richtung Provinz Salta.
Busfahren, wie immer ein Genuss…. Nach gut 17,5 h Stunden im „cama ejecutivo“ (quasi Bettbus 2. Güte), sind vorerst nur Fabian und ich in Salta angekommen. Stephan befand sich zu diesem Zeitpunkt gerade irgendwo zwischen Rio de Janeiro und Iguazú, also in Brasilien eben. Nach 2 Tagen in der absolut sehenswerten Stadt Salta (zugleich Provinzname), haben wir wie geplant ein Auto (VW Gol, ohne „f“) gemietet. Am frühen Samstagmorgen (4. April) sind wir dann, letztlich dann mit etwas Verspätung aber doch noch zu dritt von Salta aus Richtung San Antonio de los Cobres aufgebrochen. Die ersten paar Stunden im Auto sind wir durch eine absolut atemberaubende Landschaft (wüsten- bzw. steppenähnlich) gefahren, bis wir dann letztlich über einen Pass auf Rund 4000 m Seehöhe und über ein wenig Schotterstrasse in San Antonio de los Cobres angekommen sind. Dort haben wir dann aufgrund des dichten Programms das wir uns vorgenommen hatten, lediglich eine Mahlzeit eingenommen, bevor es weiterhin auf Schotter auf zu den Salinas Grandes (Salzwüsten) ging.
Salinas Grandes und Humuhuaca Die Distanzen waren eigentlich nicht allzu weit, dennoch dauerte die Reise zu den Salinas etwas, da auch ein schneidiges Fahrzeug wie der VW Gol auf Schotterstraßen nicht allzu viel hergibt. Schließlich wollten wir eine Panne im Nichts (siehe Photos auf facebook) eher doch vermeidenJ. Die Salzwüste an sich ist schon etwas Beeindruckendes, vor allem die Stille die dort herrscht, war eine völlig neue Erfahrung. Weder Tiergeräusche, noch das Surren von irgendwelchen Insekten ist zu hören, es herrscht einfach absolute Ruhe (wir waren auch die einzigen Touris zum Glück!). Lediglich 3 Vollgas Touristen, die natürlich auch die obligaten Wüstenphotos machen mussten. Gegen 9 Uhr abends und nach rund 10h Autofahrt sind wir dann erschöpft aber zufrieden in unserem nächsten „Nachtlager“ in Humuhuaca (3000 m Seehöhe) angekommen. Dort hatte es für argentinische Verhältnisse richtig angenehme Temperaturen (zw. 10 – 15 Grad). Nach einer kleinen Dorftour und schönen Eindrucken von dieser typisch südamerikanischen Stadt sind wir dann am nächsten morgen wieder weitergefahren.
Purmamarca, Tamboya und San Salvador de Jujuy Nächstes Ziel war ein kleiner Ort namens Purmamarca in einer beeindruckenden Schlucht bzw. Berggegend gelegen. Dort haben wir uns aber nur kurz aufgehalten, waren am dortigen Markt ein wenig shoppen (Lamapullover, usw. - übrigens auch Lamafleisch ist äußerst lecker!!!) bevor´s dann schließlich spontan zum einem Stopp in Tamboya kam. Mitten im Nichts, ein Ort an dem wahrscheinlich an 364 Tagen gar nichts los ist, war an diesem Tag zu einer Pilgerstätte umfunktioniert worden. Da es dort eine Vielzahl an leckeren Speisen zu extrem günstigen Preisen gab (Schnitzelsemmel für 40 Cent), war die anfänglich religiöse Distanz schnell über Bord geworfen. Man konnte wieder feststellen, das die Argentinier Fleisch über alles lieben, wir wollten da keinesfalls aus der Reihe fallen…. Bereits 1h später sind wir dann in San Salvador de Jujuy angekommen. Dort gab es, obwohl es die Provinzhauptstadt Jujuy´s ist, nicht wirklich allzu viel zu sehen. Zum Glück hatten wir ja eh nur eine Nacht gebucht und konnten somit am folgenden Tag, nachdem wir das Auto in Jujuy noch retourniert hatten, wieder in einem der geliebten Busse Platz nehmen und unsere Reise fortsetzen.
Tucúman und die LIVE-RADIO SHOW…. und schließlich noch Cafayate Tucúman ist eine durchaus schöne aber vor allem historisch relevante Stadt Argentiniens. Hier wurde im Jahre 1816 Argentinien (in seiner heutigen Form) gegründet. Selbstverständlich waren die Vollgas Touris auch am Originalschauplatz dieses historischen Ereignisses. Was aber viel spannender in Tucúman war, konnten rund eine halbe Million Einwohner im lokalen Radio mitverfolgen. Nichtswissend, mit Digicams ausgestattet sind wir eben so um die Mittagszeit von einem Gebäude zum anderen gelaufen, als uns plötzlich in einer „Kirche“ wohlgemerkt eine sympathische Argentinierin ansprach ob wir nicht Lust hätten im Radio aufzutreten, da es im lokalen Sender ein Programm gibt in dem über Reisenden (Ausländer) in Tucúman berichtet wird, die ein wenig erzählen was sie machen usw. usf.! Woran hat die wohl nur erkannt, dass wir Touris waren…. Na das meine Antwort sich wieder ewig lang hingezogen hat war eh klar J 2 Stunden später sind wir dann schon im Tonstudio gesessen, haben dort die beiden Radiomoderatoren ein wenig kennen gelernt, bevor wir dann klassisch on air gegangen sind. Der Rest ist Geschichte!!!!!!! War definitiv sehr geil. Auch das Spanisch war halbwegs ok J
Für den letzten Tag sind dann nur mehr Fabian und ich nach Cafayate aufgebrochen, da Stephan früher nach Bs. As. musste, da sein Heimflug sich verschoben hatte. Wir haben dann noch einen gemütlichen Tag in dieser Weingegend verbracht. Für mich war es weniger angenehm, bzw. hab ich weniger mitbekommen, da ich leichte Magenprobleme hatte und eher im Hostel geblieben bin. Dennoch war es ein gelungener Abschluss. Folglich ging’s noch mal 4h im Bus von Cafayate nach Salta, dort dann noch mal 3h Aufenthalt, bevor´s dann wieder 17,5h retour (diesmal cama first class) zurück ins gute alte Bs. As. ging.
Reise Resümee: Sehr viel Bus- bzw. Autofahren, aber sehr sehr geil. Traumhafte Landschaften, sehr sympathische Menschen, südamerikanisches Flair und natürlich unser Radio Auftritt J
FINALMENTE…. So das war’s mit meinen Berichten aus Südamerika, hoffe ich konnte euch ein wenig Einblick in eine durchaus ereignisreiche Zeit verschaffen. Hab jetzt noch eine gute Woche hier in Bs. As. bevor es dann auf meine Abschlussreise nach Mexico geht. Was ich dann dort so erlebt habe, erzähl ich euch dann in genau einem Monat wenn ma donn ba einem gemütlichen Murauer wieder in der guten alten Heimat zomsitzn.
Bis dahin wünsch ich allen ein schönes Osterfest!
Los últimos saludos de Buenos Aires, nos vemos en un rato!
Fue un gusto! March 10 Kündigung und Rosario
So nach 3 Monaten „Arbeit“ war es an der Zeit mal den Hut drauf zu schmeißen und wieder richtig zu leben zu beginnen. Da ich ja in den vergangenen Wochen wohl eher hauptberuflich auf facebook zu tun hatte und ich die meisten Stunden im Büro lediglich für die Jobsuche für die Zeit nach Argentinien sinnvoll nutzen konnte, wurde es definitiv Zeit das Arbeitsverhältnis ein Monat früher als vertraglich vereinbart zu beenden. Glücklicherweise sind die Argentinier auch in derartigen Situationen sehr umgänglich und so bekam ich zu meiner Kündigung noch ein schönes Abschiedsgeschenk und einen echt netten Abschied durch meine Kollegen. Das scheint wohl Kündigung auf Argentinisch zu sein. Zum Glück ist auch mein Arbeitszeugnis ok und ich kann wieder was meinem CV hinzufügen!
Rosario – Beachparty Gerade einmal Tag war vergangen nach meiner Kündigung als es schon wieder Zeit für einen kleinen Ausflug war. Zusammen mit Stephan (Freund aus meiner neuen Wohnung) und Eivind (Norwegischer Fußballkollege hier) haben wir uns am Samstagmorgen auf in die Geburtsstadt von Ernesto „Che“ Guevara gemacht. Nach ein wenig Sightseeing in der ca. 1 Millionen Einwohner Stadt, rund 4h nördlich von Bs. As. gelegen, mit einem echt schönem Monument (Monumento de la Bandera) und natürlich an einem Besuch an Che Guevara´s Geburtshaus ging´s zurück in unser sehr sympathisches wenn auch eigenwilliges (oder besser gesagt, argentinisch übliches) Hostel. Dort wurden wir dann vom Besitzer gleich zum Sommer-Abschieds Fest am Rio Parana (im Norden der Stadt) eingeladen. Nach ein paar einstimmenden Bierchen mit spontaner argentinischer Live-Musik sind wir dann um rund 1 Uhr in der Früh Richtung Beachparty aufgebrochen. Wir hatten ja nicht gewusst was uns mit „Beach“ wirklich erwartet, aber es war besser als wir dachten. Eine echt sehr geile Location, perfekte sommerliche Temperaturen und fast nur Mädls aus Rosario – tja manchmal hat man´s echt nicht leicht im Leben!:) Selbst ein tänzerisch so zurückhaltender Typ wie ich war plötzlich total motiviert zu tanzen. (Na gut, der Caipirinha hat grad mal 2 Euro gekostet)! Also haben wir bis gut 7 in der Früh am Strand richtig abgeshaked! Es war echt genial! Am Sonntag sind wir dann erst so gegen Mittag aufgestanden, da wir nach der Strandparty ja dann noch unbedingt auf eine After-Hour-Party gehen mussten! Sind also Sonntags nur gemütlich in einem Park im Zentrum von Rosario gelegen und haben einen einfach entspannten sonnigen Tag genossen!
Derzeit mach ich grad gar nichts, was mir zumindest kurzfristig auch nicht grad ungelegen kommt. Hab Zeit noch einige Dinge in der Stadt anzusehen, die ich bislang immer noch nicht geschafft habe und mich natürlich weiterhin um einen Job zu kümmern. Morgen geht’s dann nach Uruguay, da ich mein Visum wieder verlängern muss. Nächste Woche werde ich dann aber wieder etwas aktiv werden und werde noch mal einen Sprachkurs machen. Mal für eine Woche einen Einzelkurs, da mir das hoffentlich mehr bringt als der Gruppenunterricht zu Beginn meines Aufenthaltes. Leichte Fortschritte hab ich ja zumindest schon gemacht und darum macht dies jetzt durchaus Sinn!
Ansonsten gibt’s grad nicht viel mehr zu erzählen, heut schau ich mir halt noch gemütlich das Championsleague Spiel mit meinen Kollegen hier in der Wohnung an und danach gehen wir selbst noch ein wenig kicken! Also alles grad sehr entspannt, sehr argentinisch…
Hasta pronto! February 19 Trip nach Patagonien
Nach dem abrupten Ende in meiner Wohnung in Palermo, ging es Schlag auf Schlag. Diesmal aber sehr viel entspannter... Nachdem ich noch von Montag bis Mittwoch gearbeitet hatte und bei Fabian genaechtigt hatte, gings Donnerstags mit Isabel, Isabella, und Fabian auf nach Patagonien zum (Wander-)Urlaub!
El Chaltén Donnerstag Abend sind wir nach einem knapp 3-stuendigen Flug bei rund 10 - 15 Grad in El Calafate angekommen. Dort hat uns dann das erhoffte Gegenteil von Buenos Aires erwartet. Kuehle Temperaturen und eine sehr ruhige entspannte Atmosphaehre! Abends haben wir dann noch die folgenden 2 Tage in El Chaltén (ca. 250 km entfernt) geplant. Nach einer etwas geruchsintensiveren Nacht (der Englaender in unserem Zimmer hatte seine Wanderschuhe zum ersten Mal, seit Wochen wahrscheinlich, ausgezogen), gings frueh morgens auf ins Bergdoerfchen El Chaltén. Leider spielte das Wetter nicht ideal mit, aber wenn man schon mal dort ist, muss man das natuerlich ausnutzen. Also haben wir uns einfach so gut wie moeglich wetterfest angezogen um dem feucht-kuehlen Wetter entgegenzuwirken. Nach einer ersten Wanderung zu einem Wasserfall und einem staendig besser werdendem Wetter haben Fabian und ich noch entschieden, zumindest einen kleinen Gipfel zu eroberen. Nach einem Aufstieg abseits der Routen waren wir dann auf einer Anhoehe angekommen die uns schon eine sehr schoene Aussicht auf die Gebirgsformationen der Region bot. Zur Beschreibung gibts hier eh einige Photos. Jedenfalls war es richtig entspannend, mal nicht in einer Abgaswolke zu stehen sondern enspannt von einem Felsen die Landschaft zu geniessen und mal all die Vorkommnisse der vergangenen Tage schoen beiseite zu schieben und sich richtig wohl zu fuehlen. Das waren wieder Momente wo man realisiert, wie schoen es in der Natur doch sein kann! Am folgenden Tag war das Wetter zu Beginn leider sehr schlecht und es sah dannach aus als wuerden die Wanderungen fuer heute ins Wasser fallen. Nach einem ausgiebigen Fruehstueck (3h in einem Café), sind wir zurueck ins Hostel wo wir dann entschieden hab, doch rauszugehen und zumindest ein wenig zu wandern, da rumsitzen im Wanderurlaub ja wohl gar nicht geht. Gluecklicherweise konnten wir gleich nach dem Verlassen des Hostels das eigentliche Highlight von El Chaltén den „Fitz Roy“ in der Ferne erkennen. Da sich ein davor ein Huegel (kl. Berg) auftat, entschlossen wir auch auf Grund des ploetzlich besseren Wetters dort hinaufzuwandern um vielleicht doch einen besseren Blick auf den Berg zu erlangen. Nach einem raschen Aufstieg konnten wir wiederum ein super Panorama geniessen und auch dieser Tag fand einen angemessenen Ausklang.
El Calafate und Perito Moreno Samstagabend kamen wir dann wieder in El Calafate an. Am Sonntag gings dann zur klassischen Touristentour zum beruehmtesten Gletscher der Gegend – dem Perito Moreno. Nach anfaenglich erneut weniger gutem, regnerischem Wetter, machten wir zuerst eine Bootstour entlang des Gletschers und anschliessend gings dann entlang der Pfade zu den faszinierenden Aussichtspunkten des Gletscherareals. Wiederum wurde das Wetter besser und uns bot sich ein echtes Naturschauspiel. Grundsaetzlich klingt eine Gletschertour fuer einen Oesterreicher ja nicht allzu spannend, aber das war definitiv beeindruckend und ein absolut laessiges Erlebnis. Zudem hatten wir auch Glueck mit einem Gletscherabbruch, auf die man hier oftmals vergeblich wartet. Da wurds dann schon mal laut als so ein einige Tonnen schwerer Eisblock ins Wasser gekracht ist. Die Eisformationen und die umgebenden Seen machen diesen Ort wirklich beeindruckend.
Todo Glaciares Am Montag haben wir dann in „Touri-Manier“ noch die rund 6-stuendige Bootstour im Lago Argentino zu drei verschiedenen Gletschern gemacht. Wettermaessig war es wie an den vorangegangenen Tagen, es wurde als im Laufe des Tages immer besser. Die Eisberge sind im Sonnenlicht schon noch um einiges schoener. Photos gibts dazu ja genuegend! Abends haben wir dann noch gemuetlich im Hostel bei Wein und Bier verbracht und schoen langsam den sehr gemuetlichen Urlaub ausklingen lassen.
Chilliger Abschlusstag in Calafate Am letzten Tag, bei sehr schoenem Wetter, sind wir dann nochmal am Lago Argentino (groesster See Argentiniens) entlang gewandert. Haben in den Duenen noch einmal die Ruhe genossen und Kraft getankt, bevors dann wieder ins rund 15 – 20 Grad waermere Bs. As. zurueck ging. Ich waer gern noch laenger dort geblieben....
So heute wieder in der Arbeit, zumindest im Buero, denn von Arbeit kann man ja nicht wirklich sprechen! Das Thema Wohnungsumzug wird heute erledigt, nach der Arbeit werd ich mal wieder siedln – auf das freu ich mich vielleicht wieder L. Wie´s mir in der neuen WG geht, lass ich euch wissen sobald ich mich „wiedermal“ eingelebt hab! February 10 Alles NEU in Buenos Aires!!!!Hola a todos!
Tja, unerwartet kommt ein Bericht. Unerwartet ist die neue Konstellation in Buenos Aires. Unerwartet war mein Abschied aus meiner „Familien WG“! Und unerwartet lang ist der Bericht! Ein Kaffee waer an der Stelle vielleicht angebracht! J
Das Ganze noch einmal kompakt zusammengefasst, da ich die Geschichte ja mittlerweile schon 150 mal erzaehlt habe, erscheint mir wichtig und ich denke es hat auch einen gewissen Unterhaltungswert. Ich werds zuerst ein wenig spannender schreiben, das verleiht der Geschichte die gewisse Wuerze! Das ich unterschiedliche Perspektiven verwendet hab, soll keineswegs Verwirrung stiften, is eben einfach wie es mir gerade eingefallen ist! Gute Unterhaltung mit dem Blockbuster...(wahre Begebenheit)
Gewessler Juergen in „Time to leave“ Es war einmal ein Ausstauschpraktikant, ein Oesterreicher, der sich ins Abenteuer Argentinien stuerzte. Seine Wohnungswahl fiel, um einen gewissen grad an Sicherheit zu gewaehrleisten, auf eine argentinische Familie im schoenen Viertel Palermo. Alles schien seinen Weg zu gehen, mittlerweile waren auch schon 3 Monate verstrichen, als ploetzlich das wahre „Ich“ der Vermieterin zum Vorschein kam. Und das war wiederum mehr als unerwartet...
Unwissend, relativ entspannt sitzt der Hauptdarsteller im Wohnzimmer der Familie – wir schreiben den 09. Februar 2009, 20:00 Uhr Buenos Aires, Ortszeit. Er hatte gerade den obligatorischen Sonntagsanruf bei seiner Familie erledigt, als sie ploetzlich kam. Barbara – die Vermieterin des Grauens, die bis dato relativ nett schien.
Mit den Worten, „Juergen haettest du kurz Zeit, wir muessen da was besprechen!“, begann ein neues Kapitel in Buenos Aires! (des is wohl eher zum Spannungsaufbau gedacht!)
Kapitel I: Einige Stunden davor.... Grundsaetzlich muss vorweggeschickt werden, dass die Wohnung grundsaetzlich zwei Zimmer fuer die Studenten hat. Die Woche zuvor waren zwei neue Maedls aus den USA in die Wohnung gekommen. Am Tag vor der „Wende“, lud der Oesterreicher die beiden Maedls in charmanter Manier zu einem Flascherl Wein auf der Dachterrasse ein. So sind wir halt! Nach einem netten Gespraech ueber die gemachten positiven sowie negativen Erfahrungen in der Wohnung, erzaehlten die Maedls davon, dass sie nicht ganz gluecklich seien mit der Wahl der Wohnung und eigentlich laut ihrem Programm sowieso Anspruch auf ein separates Zimmer haetten! So weit so gut.
Am folgenden Tag erzaehlten die Maedls der Vermieterin von ihrem Anliegen, ohne dabei boese Absichten zu verfolgen! Folglich hatte die Vermieterin Zeit, den perfekten Plan zu schmieden!
Kapitel II: Das Gespraech (Dialogform) Barbara:...Juergen wir muessen da was besprechen... ...du weisst ja, dass die Maedls eigentlich ein separates Zimmer braeuchten, in der Wohnung aber nur 2 vorhanden sind! Deshalb ware es gut wenn du die Wohnung verlassen koenntest! (Ohne Scheiss, ihr erster Satz)
Juergen: (thinking) WOW, ok, is grad Fasching, macht sie einen Scherz – ich frag lieber mal nach! ...Entschuldige Barbara, meinst du das im Ernst oder soll das ein schlechter Scherz sein? Du willst das ich die Wohnung verlasse, weil die Maedls ein weiteres Zimmer brauchen? Dir ist schon klar, dass ich hier einen Vertrag habe bis mitte April, sprich das dies schriftlich festgehalten ist!
Barbara: Ja klar weiss ich dass, aber die Maedls wuerden bis Juli bleiben und du nur bis April, und laut ihrem Programm brauchen sie separate Zimmer! (Es folgen gegenseitige Beschimpfung sowie Schuldzuweisungen).
Nach dem sie mir somit unmissverstaendlich klar gemacht hat, dass ich verschwinden sollte, hab ich kurzfristig meinen lieben Freund Fabian kontaktiert und gefragt ob er dem zukuenftigen Obdachlosen eine Unterkunft gewaehren koennte! Natuerlich haette ich mich querlegen koennen und auf meine Vertrag bestehen koennen, aber irgendwie kam mir dieser Abschied, wenn ich ihn auch keinesfalls auf diese Art und Weise erwartet hatte, und besonders nicht zu diesem Zeitpunkt, gar nicht so ungelegen. So zufrieden war ich mit der Unterkunft ja sowieso nicht! Man soll doch die Gelegenheiten nutzen die sich einem bieten!
Kapitel III: Die Maedls aus den USA Immer noch aufgebracht, aber schon am packen, kamen ca. eine Stunde spaeter die beiden Maedls wieder zurueck in die Wohnung. Barbara war inzwischen gegangen, wahrscheinlich um ihren gelungenen Plan zu feiern. Ich bat die Maedls kurz um Aufmerksamkeit um ihnen die Geschichte zu erzaehlen. Was mir anschliessend sehr imponiert hat, war dass die Maedls ohne zu zoegern entschieden aufgrund dieser absolut unzumutbaren Situation aus Solidaritaet auch auszuziehen. Da die Maedls in der Naehe eine Freundin hatten, dauerte es keine 15 Minuten bis ihre Sachen gepackt waren und ich den Maedls noch beim raustragen behilflich war. Wir haben dann noch Nummern ausgetauscht und werden bestimmt noch einiges miteinander unternehmen.
Sichtlich zufrieden, dass ich meiner Vermieterin somit alle ihre Plaene zerstoert hatte, wartete ich geduldig auf ihre Rueckkehr um ihr nochmal ordentlich die Meinung zu sagen und sie eben mit der Tatsache zu konfrontieren, dass sie nun auch keinen einzigen Dollar von den Maedls zu sehen bekommen wird. Mit geduldig warten, meine ich System of a down auf einem gut hoerbaren Dezibelnivel, schliesslich sollten ja auch die Nachbarn was davon haben. Mich gehts ja eh nix mehr an J!
Um 1 Uhr in der Frueh kam sie dann zurueck. Ich bat sie hoeflich aber entschlossen sich zu setzen und sich Zeit fuer ein Gespraech zu nehmen. Ich nannte 3 Punkte waehrend ich klassisch wie bei einer Praesentation in Kufstein stehend ueber folgende Punkte referierte: 1. Ich spreche auf Englisch da du das auch verstehst und i mich so besser ausdruecken kann. 2. Ich spreche im Namen der Maedls die auch die Wohnung verlassen haben und 3. spreche ich fuer mich selbst da ich dir noch einige Sachen mit auf den Weg geben moechte, da ich mich so nicht abfertigen lasse!
Eine halbe Stunde spaeter, nachdem mein Vortrag zu Ende war, hab ich mich dann ein letztes mal in der Wohnung zu Bett begeben. Und dies sichtlich zufrieden!
Kapitel IV: Der Abschied Am naechsten Tag war dann wieder arbeiten angesagt. Ich bin dann wieder um 17 Uhr heim, hab mich umgezogen und bin auf Wohnungsbesichtigungstour gegangen. Die Agentur war hierbei sehr rasch und hilfreich. Hatte noch am Vorabend ein Mail an meine Koordinatorin geschickt! Um ca. 20 Uhr bin ich dann ein letztes Mal in die Wohnung um meine Sachen abzuholen und fuer die kommenden Tage bei Fabian unterzukommen. Nach einem kurzen Handschlag mit dem netteren der beiden Brueder sowie einem klassischen „Adios“ ohne meine Hand auch nur ansatzweise in ihre Richtung zu strecken, verabschiedete ich mich von Barbara und somit vom Kapitel Unterkunft in Palermo!
Kapitel V: Die Wohnungssuche Die erste war in Recoleta (sehr gute Lage in Bs. As.), leider war gleich mein erster Eindruck sehr "steril" uebertrieben genau und auch die Vermieterin etwas zu reserviert. Ihre ersten Worte waren "no sexo y que no te borraches"! Was so gut wie "keine Sexorgien und Saufgelage" heisst. War ja auch prinzipiel nicht meine Absicht! Wusste gar nicht, dass ich so versaut ausschaue :). Wie auch immer, des weiteren hatte die Wohnung keinen Internet-Zugang und ich muesste sie eben 3 Tage die Woche auch noch mit dieser Vermieterin teilen. Da ich aufgrund meiner vorangegangenen Erfahrung mit Barbara eine leichte persoenliche Barriere gegenueber alleinstehenden argentinischen Frauen im mittleren Alter aufgebaut hatte, kam die Wohnung nicht mehr wirklich fuer mich in Betracht.
Die zweite Wohnung war das komplette Gegenteil. Die Lage ist halbwegs ok, nicht perfekt aber dennoch akzeptabel. Es ist eine internationale WG (Deutsche, Franzosen, Amerikaner, Brasilianer - insgesamt 9 Leute). Witzig war, dass die erste Person, die mir vom Vermieter vorgestellt wurde, ein Fussballkollege von mir hier war - tja so klein ist die Welt. Das war schon mal ein guter Start! Als naechstes hat er mir ein Maedchen aus Deutschland vorgestellt, tja und wie es der Zufall so will kannte ich das Maedl auch schon. Die Zeichen wurden immer klarer. Nachdem ich mit allen 3 Deutschen gesprochen hatte, mir ein Feedback zur WG, Lage, usw. eingeholt hatte, war ich schon relativ ueberzeugt. Natuerlich is es halt alles geteilt. Es gibt eben 4 Baeder fuer die 9, sowie eine Kueche und die Zimmer sind halt klein und nicht gerade Suiten. Aber mein Gott, hauptsach ma fuehlt sich wohl. Als mir dann der Vermieter noch die Dachterasse mit Liegestuehlen und Grill gezeigt hatte, war meine Entscheidung im Prinzip schon gefallen! Wohnzimmer mit Internet gibts ja auch noch!
Ende der Geschichte!
Anmerkungen Finanziell ist laut meine Koordinatorin alles geklaert, es entstehen keine zusaetzlichen Kosten. Und, meine Ex-Vermieterin hat ihren Fehler eingestanden und bedauert ihr Handeln mittlerweile. Tja, da haett sie ihren Spruch "Juergen, verhalte dich doch wie ein Erwachsener" selbst anwenden sollen, in dem sie ihr Hirn einschalten haette sollen bevor der Mund aufgegangen is!!!! Wie auch immer ich hab mit der Situation abgeschlossen und kann mittlerweile darueber lachen. Ich denke es hat schon alles irgendwie einen Sinn. Geh mit an guten Gefuehl nun in die WG. Werd das auch gleichmal an meine Koordinatorin weiterleiten und dann gleich nach unserem Calafate Urlaub einziehen.
Auch meine Arbeitskollegen sind extrem nett und froh das alles so gelaufen ist und haben mir auch was auf Spanisch zusammengeschrieben, dass ich meiner Ex-Vermieterin noch per mail zukommen lassen werd. Nix Schlimmes, aber stillvoll und dennoch markante und eindringliche Worte, die ihr zu denken geben sollten! Des weiteren wurde sie ja schon von der Liste der Agentur gestrichen, dass is auch schonmal a kleine Genugtuung.
Abschliessend bleibt nur noch anzumerken, dass es mir wieder bestens geht und alles "tranquilo" ruhig ist!
Ich glaub wirklich, des hot schon so gepasst. Fuehl mich grad irgendwie ziemlich gut! :)
Vor allem solche Erfahrungen machen solche Trips doch so wertvoll und erinnerungswuerdig!
Guat, das war jetzt sehr viel Information, aber das musste festgehalten werden! Ich hoffe, ihr als Leser, koennt der Geschichte folgen und habt euch nicht gelangweilt!
Bis zum naechsten mal (hoffentlich ein bisschen wenig dramatischer J)! January 30 La vida en Buenos AiresSo lange Zeit keine Neuigkeiten aus dem immer noch brütend heißen Buenos Aires. Tja, auch in einer derart großen Stadt kehrt irgendwann der Alltag ein, was keinesfalls bedeutet, dass es langweilig werden würde. Ganz und gar nicht!
Job und Reiseplanung Jobmäßig gibts hier ziemlich große Schwankungen. Ende Dezember war eher eine stressigere Phase, aber seit Jänner ist die gesamte Belegschaft in der Agentur eigentlich am Däumchen drehen. Darum hab ich auch vor rund zwei Wochen entschieden, anstatt der vereinbarten 8h pro Tag nur mehr 6h anwesend zu sein. Als unbezahlter Praktikant fühle ich mich alles andere als genötigt hier unnütze Zeit abzusitzen. Wobei ich nunmehr eine sinnvolle Beschäftigung gefunden hab. Jobsuche für die Zeit nach Argentinien und manchmal halt auch einfach Reiseplanung für meine verbleibende Zeit hier. Nach längerem hin und her, hab ich mich nun doch entschieden meine Abschlussreise nach Mexico zu machen. Auch wenn der Flug alles andere als günstig ist, denke ich doch dass es eine gute Gelegenheit und ebenfalls ein würdiger Abschluss meines Trips hier wäre. Zudem kann ich ja schon mal ein wenig Geld sparen, da ich in Mexico City bei meiner Freundin Adriana (aus den guten alten Warschauer Zeiten) wohnen kann. Stadtführungen sowie Urlaub mit ihr und ihren Freunden irgendwo an der Pazifikküste inbegriffen. Tja, es gibt definitiv Schlimmeres J Zusätzlich hab ich eben, wieder mal, um ein paar Tage Urlaub angesucht, da ich mich mitte Februar mit Fabian und Isabel nach Calafate in den Sueden Argentiniens aufmachen werde. Zusätzlich sollte dann noch Rosario im Februar drankommen, dann is das Reisepensum für Februar erfüllt. Ganz cool ist, dass Isabel hier in Bueonos Aires ist. Es is schon fein, wenn man wieder jemand Bekannten trifft. Wir haben auch schon einiges gemeinsam unternommen. So kam ich zumindest auch wieder mal zum Sightseeing. Die (Schwarz/Weiß)Photos sind ja eh schon seit längerem auf dem Blog!
San Antonio de Areco Nach 4 Wochen in Buenos Aires, begleitet von einer immensen Hitze, war es wieder mal an der Zeit etwas Ruhe und Entspannung vom Großstadtalltag zu bekommen. Da Fabian auch noch Besuch von 2 Freunden aus Deutschland bekam, ergab sich die gute Möglichkeit, mal in die erste Gaucho(Cowboy-)stadt in der Provinz Buenos Aires zu reisen. Man konnte nicht allzu viel von der Stadt bzw. dem Ort erwarten, aber dennoch wars absolut gemütlich und sehr entspannend mal einfach einen Tag in einem kleinen Dorf an einem Fluss zu verbringen – ohne in den Abgaswolken der Busse zu versinken! Tagsüber sind wir gemütlich am Fluss gelegen um Abends dann ein wenig intensiver ins Bierglass zu schauen. Einziger negativer Aspekt war das Essen. Das typisch argentinische Asado, auf das wir uns so gefreut hatten! Es entsprach keinesfalls unseren Vorstellungen vom argentinischen Fleisch, das war wohl eher der Touristenrest der für uns übrig blieb. Zumindest konnt ich meine Spanischkenntnisse auch mal ein wenig zum beschweren benutzen.Wir haben das aber relativ rasch abgewickelt und hatten noch einen sehr lässigen Abend! Dafür gabs gestern Abend nach dem Kino wieder ein richtig köstliches Stück Fleisch. Hmmhh, riquísimo!
Tigre Bereits am Tag nach San Antonio de Areco, gings sofort wieder von Retiro-Zugstation Richtung Tigre. Das ist so etwas wie eine Vorstadt von Buenos Aires. Auf dem Hinweg bekam man einen Eindruck wie groß Buenos Aires wirklich ist. Nach einer Stunde Zugfahrt an der Stadt entlang waren wir dann in Tigre angekommen. Dort haben wir dann eine typisch touristische Bootstour unternommen. War aber sehr fein und entspannend. Zum Glück waren beide Ausflüge kostengünstig und ich bin absolut in meinem Budgetplan. Calafate und Rosario können also kommen! Erst kürzlich hatte ich auch etwas von einem Karneval (soll die kleine Variante von Rio de Janeiro sein) nicht weit von Buenos Aires mitbekommen, ich werd auch in diese Richtung noch recherchieren. Man sollte ja immer eine weitere Option haben! Zudem wär ein wenig Fasching, wenn ich schon nicht beim Fanturnier mitspielen kann, schon ganz fein.
Ansonsten komm ich jetzt, da ich weniger arbeite, zweimal pro Woche zum Fussball spielen, was mir sehr entgegenkommt. Versteh mich mit den Jungs echt ausgezeichnet, und man wird auch immer wieder auf Grillerein oder einfach gemütliche Abende in irgendwelchen WG´s eingeladen. So lässt es sich ganz gut leben. Wie gewohnt gibts wieder einiger Bilder zum trockenen Text!
Schöne Grüsse in die winterliche Heimat! |
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